Glossar

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Autogenes Training: Entspannungsmethode, die in den 1930er Jahren von Prof. Johannes Heinrich Schultz entwickelt wurde. Sie basiert auf der autosuggestiven Wirkung von verschiedenen Sätzen, sog. Formeln. Diese versetzen den Übenden in einen Zustand von tiefer Entspannung und leichter Selbsthypnose. Autogenes Training ist eine von Krankenkassen anerkannte Selbsthilfemethode.

 

Durchschlafstörung: Sie zählt medizinisch zur Insomnie. Unter diesem Begriff versteht der Schlafmediziner sowohl die Einschlafstörung als auch die Durchschlafstörung. In der Schlafmedizin wird diese Störung als "nicht-erholsamer Schlaf" bezeichnet. Man benötigt entweder sehr lange Zeit, um einschlafen zu können. Oder man wacht nachts auf und liegt dann lange wach, kann evtl. gar nicht mehr einschlafen. Beide Störungen kommen auch in Kombination vor. Der Erkrankte fühlt sich morgens nicht erholt und ist tagsüber müde und wenig leistungsfähig. Bei starken Störungen nimmt außerdem die Konzentrations- und Merkfähigkeit ab. In der Regel besteht eine Angst vor dem Nicht-(wieder-)einschlafen-können. Bei langanhaltenden Schlafstörungen können außerdem Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Verdauungsstörungen auftreten. Außerdem kann langanhaltende Insomnie lebensverkürzend wirken.

 

Einschlafstörung: Siehe Durchschlafstörung

 

Körpersprache: Alle non-verbalen Signale, die Menschen im Alltag mit dem Körper senden. Mit der Körpersprache kommunizieren Menschen mit anderen Menschen ohne Worte. Die meisten körpersprachlichen Zeichen drücken Menschen unbewusst aus. Die Körpersprache kann Gefühle transportieren, die sprachlich nicht ausgedrückt werden. Auf diese Weise werden unter Umständen widersprüchliche Signale gesendet. Diese fallen dem Zuhörer oder Zuschauer oft nicht bewusst auf, führen aber zu einer nicht kongruenten Wahrnehmung des Gehörten.

 

Lampenfieber: Starke Nervosität und Anspannung bei öffentlichen oder halböffentlichen Auftritten, z.B. bei: Reden, Vorträgen, Präsentationen, Vorstellungen bei Bewerbungen, Sprechen in Meetings, Musik-Auftritten, künstlerischen Auftritten, Prüfungen etc. Die Nervosität ist stark ausgeprägt und behindert den Vortragenden darin, seine Bestleistung zu zeigen. Vielfältige Symptome können auftreten: u.a. zitternde Knie, Kribbeln im Magen, Herzrasen, trockener Mund, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen bis zum Blackout. Lampenfieber ist keine Krankheit im engeren Sinne. Sie wird vom Vortragenden jedoch als sehr störend und belastend empfunden. Die Symptome sind auf starken Stress beim Präsentieren vor Publikum zurückzuführen.

 

PEP: Siehe Prozess- und Embodiment-fokussierte Psychologie

 

PMR: Siehe Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson     

 

Präsentationstechniken:

 

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson: Eine in den 1930er Jahren von Dr. Edmund Jacobson entwickelte Entspannungstechnik. Verschiedene Muskelgruppen werden zunächst gezielt angespannt und dann gelockert. Durch die regelmäßige Wiederholung von Anspannung und Lockerung entspannt sich der Körper zunehmend ("progressiv"). Nach einer gewissen Zeit des Übens setzt ein allgemeiner Zustand von größerer Gelöstheit ein. PMR ist eine von Krankenkassen anerkannte Selbsthilfemethode.

 

Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie: Klopftechnik, die von Dr. Michael Bohne aus anderen Klopftechniken wie EFT und MET weiter entwickelt wurde. Es wird auf zwei Ebenen gearbeitet. Zunächst werden 16 Körper-/Akupunkturpunkte beklopft und auf diese Weise emotionaler Stress reduziert. Anschließend werden störende Überzeugungen und Glaubensmuster aufgelöst durch das Reiben eines sog. Selbstakzeptanzpunktes und das Sprechen selbstwertstärkender Sätze. Wichtige Lösungsblockaden werden aufgelöst. Es beinhaltet außerdem ein Selbstwert-Training.

 

Schlaf: Zustand von Unbewusstheit, in dem die Körperfunktionen des Menschen anderen Gesetzmäßigkeiten folgen als am Tag. Es wechseln sich verschiedene Schlafphasen in regelmäßigen Rhythmen ab. Es gibt Tiefschlaf-Phasen, Leichtschlaf und den sogenannten REM-Schlaf (Phase der schnellen Augenbewegungen, Rapid Eye Movement), auch Traumschlaf genannt. Im Schlaf regeneriert sich der Körper und alle seine Organe von den Anstrengungen des Tages. Außerdem benötigt der Mensch den Schlaf für sein Immunsystem, eine geregelte Verdauung, um die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten und um zu lernen.

 

Schlafschule: Trainingsprogramm für Menschen mit Ein- und Durchschlafstörungen. Das Schlafschul-Programm wurde von Schlafforschern und -Medizinern wie Prof. Jürgen Zulley entwickelt. Es beinhaltet verschiedene Maßnahmen, die das Ein- und Durchschlafvermögen verbessern. Dazu gehören u.a. Maßnahmen der Schlafhygiene (s. o.), die Verbesserung des Schlafumfeldes (s. u.) und die Förderung der Entspannungsfähigkeit (s. o). 

 

Schlafhygiene: Begriff aus der Schlafforschung / -medizin. Damit werden Verhaltensweisen bezeichnet, die den Schlaf fördern. Viele Verhaltensweisen können das Ein- und Durchschlafvermögen beeinträchtigen. Dazu gehören u.a. abendliches Fernsehen oder langes Arbeiten. Förderlich wirken sich vor allem regelmäßige Pausen tagsüber und "Herunterfahren" am Abend aus.

 

Schlafstörung: In der Schlafmedizin sind ca. 88 verschiedene Schlafstörungen bekannt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden mit dem Begriff Schlafstörung jedoch fast immer die Ein- und Durchschlafstörungen gemeint. Diese bezeichnet der Schlafmediziner als Insomnie (s. Einschlafstörung, Durchschlafstörung).

 

Schlafumgebung: Alle Faktoren, die sich im mittelbaren und unmittelbaren Umfeld des Schlafenden befinden und sich auf seine Schlafqualität auswirken. Dazu gehören das Bett mit Bettrahmen, Lattenrost, Matratze, Bettdecke und Kopfkissen. Außerdem bezeichnet der Schlafmediziner damit auch das Schlafzimmer mit seiner Einrichtung und angrenzende Räume.

 

Selbstbewusstsein: Dieser Begriff wird oft synonym verwendet mit Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. "Selbstbewusstsein" bedeutet, dass jemand seiner selbst bewusst ist. Man weiß um seine Stärken und Fähigkeiten. Genauso sind jemandem die eigenen Fehler und Schwächen bewusst. Selbstbewusstsein entsteht durch Selbstreflektion.

 

Selbstvertrauen: Selbstvertrauen ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Qualitäten. Es bildet sich vor allem durch Ausprobieren und Tun. Es ist umso stärker, je mehr jemand bereits in seinem Leben bewältigt hat. Es ist ebenso davon abhängig, inwieweit derjenige diese Erlebnisse positiv bewertet - entweder als Erfolgserlebnis oder als "Lebenserfahrung", als Schritt zu mehr Klarheit und Bewusstheit über die eigene Person.